Broschüre
Seiyō Zenpu (西洋銭譜, „Illustrierter Katalog westlicher Münzen“)
Land/Ort: Japan, Erscheinungsjahr: um 1800
| Technisches Merkmal | Wert |
|---|---|
| Art.-ID | 25426 |
Beschreibung
Japanische Broschüre mit Fadenheftung, Schrift ist japanisch, Münzbroschüre für verschiedene Länder aus dem 17. bis 18. Jahrhundert, beschrieben werden etwa 140 verschiedene Münzen (Gold, Silber, Kupfer) aus Ländern wie Deutschland, den Niederlanden, England, Italien und Russland. 38 Seiten, Blätter sind doppelt gelegt, da das dünne Papier ansonsten durchgedruckt zu sehen wäre, Schrift konnte nicht entziffert werden, Die Broschüre stammt aus dem Besitz des damaligen 1. Offiziers, Adolph Wilhelm Berger, des Flaggschiffes Arcona, dass mit den beiden anderen Schiffen, Frauenlob und Thetis, eine beinahe dreijährige Ostasienreise durchführte, die als Preußische Ostasienexpedition oder nach ihrem Leiter Friedrich zu Eulenburg auch als Eulenburg-Expedition bekannt wurde. Außer Japan waren China, Siam, Singapur sowie das Mekongdelta Stationen der Reise. im Deutsch-Dänischen Krieg. 1864, im Seegefecht bei Jasmund war die Arcona das Flaggschiff von Kapitän zur See Eduard Jachmann und der 1. Offizier, Adolph Wilhelm Berger, wurde schwer verwundet. Broschüre 38 Seiten, 22,2 x 15,8 cm, Fadenheftung teilweise gerissen. Das Werk ist historisch besonders wertvoll, da es eine der ersten systematischen japanischen Studien über westliche (europäische und amerikanische) Münzen darstellt. Das im Bild sichtbare Vorwort (洋貨圖錄序) beschreibt den Handel und den Austausch von Waren und Währungen zwischen verschiedenen Nationen und hebt die Vielfalt der Formen und Gewichte ausländischer Zahlungsmittel hervor.
Herausgeber/Autor
松園主人編輯 (Matsuzono Shujin Henjū). „Matsuzono Shujin“ ist ein Pseudonym für den Sammler und Gelehrten Kutsuki Masatsuna (1750–1802), den Daimyō von Fukuchiyama, der als Pionier der westlichen Numismatik in Japan gilt